Collective Story Harvesting – gemeinsam Lernen von Geschichten guter Praxis

Seit vielen Jahrhunderten erzählen Menschen einander ihre Geschichten, Erfahrungen und Abenteuer. In diese Geschichten verpacken die Menschen ihre Erlebnisse, Fakten, Emotionen vor allem aber auch ihre Lernerfahrungen. Geschichten aus der Praxis können komplexe Sachverhalte oft besser wiedergeben, als dies nüchterne Beschreibungen und wissenschaftliche Analysen vermögen. Wir finden uns in den Geschichten wieder, sie regen uns zum Austausch und zum gemeinsamen Lernen an.

All dies macht sich die Methode des „Collective Story Harvesting“ zu Gute. Wir laden Personen, die etwas erlebt oder erreicht haben, ein, im Rahmen einer Konferenz, eines Workshops, einer Klausur ihre Geschichte zu erzählen. Diese Geschichten sollen von einem systemischen Wandel erzählen, einen Durchbruch oder eine große Lernerfahrung in sich bergen. Sie müssen nicht zwingend erfolgreich sein. Ideal ist ein Handlungsstrang der genug Komplexität, Tiefe und Länge hat, um für die Zuhörenden interessant zu sein. Die Diversität der Teilnehmenden sollte sich in den Geschichten widerspiegeln.

Gemeinsam mit den Auftraggebenden werden im Vorfeld der Veranstaltung Gesichtspunkte und Fragen an die Teilnehmenden überlegt, nach denen diese die Geschichten durchleuchten und ernten können. Eine dieser Fragen könnte etwa sein: „Welche Interventionen, Prozesse Anwendungen und Entdeckungen fallen Dir auf?“ oder auch: „Wann ereignet sich ein Durchbruch und was können wir daraus lernen?

Die Untergruppen präsentieren ihre Erkenntnisse im Plenum. Gemeinsam kann nun auf einer Metaebene nach einer gemeinsamen Essenz gesucht werden.


aktuelles Angebot: Online Seminar Special

Collective Story Harvesting – gemeinsam lernen aus Geschichten guter Praxis

Online Moderationsworkshop am 13. Oktober 2021 auf Zoom Professional;
Mittwoch von 09:30 bis 16:30 Uhr

Kosten: EUR 275,— (+ 20% Ust.)
Early Bird bis 10. September 2021: EUR 240,— (+ 20% Ust.)

Anfragen und Anmeldungen unter: office@christian-perl.at

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Collective Story Harvesting - gemeinsames Lernen aus Geschichten guter Praxis

Collective Story Harvesting ist ein Prozess, der es uns ermöglicht, uns über konkrete Geschichten mit den Erfahrungen und Erlebnissen der Community, dem Team oder der Organisation zu verbinden und daraus zu lernen.

Die Methode schult unsere Fähigkeit zuzuhören, unterstützt kollektives Lernen und fördert gemeinsame Sinn-Stiftung. Geschichten erlauben uns im Gegensatz zu Sachberichten, dass wir sowohl auf der kognitiven als auch auf der emotionalen Ebene angesprochen sind und unsere Erkenntnisse so nachhaltiger verankert werden.

Als Moderationsverfahren kann Collective Story Harvesting im Rahmen einer Konferenz, eines Workshops zu einem bestimmten Thema oder einer Klausur durchgeführt werden. Es ist geeignet für organisationsinterne Prozesse ebenso wie für Netzwerke, Beteiligungsverfahren oder Kongresse.

In der Vorbereitung werden Beispiele guter Praxis ausgewählt, die von einem systemischen Wandel berichten und einen Durchbruch oder eine große Lernerfahrung in sich bergen. Anhand unterschiedlicher Fragen werden diese Geschichten durchleuchtet und die in ihnen enthaltenen Impulse herauskristallisiert.

Inhalte:

  • Ankommen und den Boden bereiten – wie wir gleich zu Beginn eine konstruktive Atmosphäre schaffen und die Neugierde der Teilnehmenden wecken?
  • Die Auswahl der Geschichten – was wir bei der Wahl der Geschichten bedenken sollten
  • Die Auswahl der Fragen – welche Fragen tiefe und neue Einsichten hervorbringen
  • Story Telling – die Kunst, ein persönliches Erlebnis lebendig und anschaulich zu erzählen
  • Collective Story Harvesting – den Ablauf in der Praxis durchspielen und reflektieren
  • Geeignete Einsatzbereiche und Variationen im Ablauf von Collective Story Harvesting

Termin und Zeiten:  13. Oktober 2021, 9.30 – 16.30 Uhr
Ort: Online Seminar Special auf Zoom Professional

Kosten: EUR 275,- (+ Ust.)
Early Bird Tarif
bis 10. September 2021: EUR 240,- (+ Ust.)

Leitung:


Mag. Christian Perl, Wien
Jurist und Moderator, Kommunikationsberater, und Trainer im Non-Profit und Profit-Bereich, partizipative Methoden der Moderation nach dem Art of Hosting Modell: www.christian-perl.at


Anita Hüseman, Hamburg
Moderatorin, systemische Organisationsberaterin und Supervisorin, Theaterpädagogin; Begleitung von organisationsinternen Veränderungsprozessen, Prozessbegleitung und Beratung von Netzwerken, Trainings zum Thema lebendige und partizipative Moderation – in Präsenz und Online: www.anita-hueseman.de


Was ist wichtig?

  • Auch bei dieser Methode ist die genaue Vorbereitung gemeinsam mit den Auftraggebenden von entscheidender Bedeutung: Was soll geerntet werden? Was soll nach dem Prozess mit den Ergebnissen passieren?
  • gemeinsame Auswahl der Gesichtspunkte und Fragen, die in den Gesamtablauf passen,
  • genaue Strukturierung und Vorbereitung der Untergruppen,
  • Planung und Moderation des „Metaharvestings“ zur Ergebnissicherung

Quelle: SPES Zukunftsakademie (2014) Art of Hosting – Handbuch zum Training 23.-25. Juni 2014. Schlierbach, SPES GmbH., S. 70-77.